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Ablauf der Diagnostik

Illustration eines Mikroskop

Als erster Befund zeigt sich neben den zunehmenden Ödemen ein erhöhter Eiweißgehalt im Urin. Spätestens dann erfolgt in der Regel die Überweisung zu einer nephrologischen Praxis oder Abteilung (Ausnahme Kinder, siehe unten). Hier erfolgt in der Regel eine ausführliche Untersuchung von Blut und eine Urinsammlung, um die Menge des Eiweißverlustes zu quantifizieren. Im Blut zeigt sich ein reduzierter Eiweißgehalt, sowie ein Anstieg der Blutfette.

Je nach klinischem Bild werden die Patient:innen dann zu einer Nierenbiopsie, der Entnahme eines kleinen Gewebezylinders aus der Niere, wieder einbestellt. In diesem Gewebezylinder kann die Diagnose einer FSGS mit Hilfe verschiedener mikroskopischer Untersuchungen gesichert werden. Da man weiß, dass bei Kindern sehr häufig eine Minimal change disease vorliegt, welche gut auf eine Behandlung mit Steroiden („Cortison“) anspricht, wird bei Kindern initial häufig auf eine Biopsie verzichtet und die Therapie kann auch in einer Kinderklinik ohne Nephrologie erfolgen. Im weiteren Verlauf sollten alle Patient:innen aber auf Grund der Gefahr von Rückfällen oder einem Fortschreiten der Erkrankung engmaschig an Kinder-nephrologische Zentren angebunden werden.